Rondo und die „Säcke“


Am 14.4.2026 lese ich in den Medien: „Rondo Kraftwerk: Wir verbrennen keine schwarzen oder gelben Säcke!“ Natürlich schichtet Rondo nicht die gelben Säcke, wie sie monatlich die Straßenränder zieren, in ihre geplante Verbrennungsanlage, so wie wir Holzstücke in den Kachelofen geben. Die Inhalte werden „aufbereitet“, geschreddert, also weiterverarbeitet, und gelangen dann, quasi „mundgerecht“, durch die Öffnung der Wirbelschichtverbrennung in den Verbrennungsraum.

Derart „aufbereitet“ wird dieses Brandgut Ersatzbrennstoff (EBS) genannt. Auch der Inhalt des schwarzen Sackes, bekannt unter dem Begriff Siedlungsabfall,

wird für den Müllverbrennungsofen aufbereitet. Unter „festen Siedlungsabfällen“ subsumiert man Müll aus Wohnungen, öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten, Krankenhäusern und Tourismusbetrieben sowie abfallähnliche Stoffe aus Gewerbe- und Industriebetrieben. Im UVP-Antrag von Rondo sind unter „eingesetzte Brennstoffe“ unter anderm angeführt: Kunststoff und Gummiabfälle: 30.000 Tonnen pro Jahr. Feste Siedlungsabfälle einschließlich ähnlicher Gewerbeabfälle: 82.000 Tonnen pro Jahr Die Rondo Geschäftsführung spürt den wachsenden Widerstand und Gegenwind aus der Bevölkerung und geht mit Medien-Berichten und einer Postwurfsendung (beide am 15.4.2026) in die Offensive.

Allerdings mit beachtlicher Verschleierung der Realität und äußerst reduziertem Wahrheitsgehalt!

Markus Brandtner, Gampelün