Tisner Weiher: Stadt reagiert
Um das Kippen zu verhindern, muss die Stadt eine fünfstellige Summe in die Hand nehmen
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Der Tisner Weiher ist ein beliebter Erholungsplatz und könnte auch ein wertvoller Ort für die Artenvielfalt sein. Doch der Zustand ist kritisch. Die Stadt reagiert.
Der Tisner Weiher befindet sich in keinem guten Zustand, überwuchert von vielen Pflanzen droht den Fischen im Weiher der Erstickungstod, wie Nikolaus Schotzko, Leiter des Landesfischereizentrums Vorarlberg, gegenüber dem Feldkircher Anzeiger betätigte. Nicht nur, dass der Zulauf in den Weiher offensichtlich mit hohen Nährstoffen belastet ist, sondern auch Trockenheit, Hitze und mangelnder Wasseraustausch fördern das Wachstum von Algen. „Es ist absehbar, dass es im Sommer zu Sauerstoffmangel und damit zu einem Fischsterben kommen wird“, sagt Schotzko. Das Landesfischereizentrum hat der Stadt deshalb Maßnahmen empfohlen.
Stadt reagiert
Laut Andrea Bachmann, Leiterin der Kommunikation der Stadt Feldkirch, sind entsprechende Maßnahmen geplant: „In Abstimmung mit dem Umweltinstitut und dem Landesfischereizentrum ist die Entfernung von Feinsediment und Makrophyten sowie das Abfischen der gebietsfremden Fische geplant. Nach Auskunft des Naturschutzsachverständigen der BH Feldkirch dürfen diese Maßnahmen aber erst im Herbst/Winter durchgeführt werden, um die Amphibien im Weiher nicht in ihrer Entwicklung zu stören.“ Die Stadt geht von Kosten im mittleren fünfstelligen Bereich aus.
„Als Sofortmaßnahme wurde vergangene Woche mit hohem Druck Wasser in den Weiher gepumpt. Dadurch wird der Sauerstoffgehalt im Wasser erhöht und die Temperatur leicht abgesenkt“, heißt es seitens der Stadt. Vermutlich sind solche Aktionen über den Sommer noch mehrmals nötig, denn im Weiher leben viele Fische – vor allem widerrechtlich ausgebrachte invasive Arten wie Goldfische und Koi-Karpfen. Die genauen Zahlen sind allerdings niemandem bekannt. (sb)







