Viele Lesungen, viele Gespräche
Die Eröffnung der Bregenzer Literaturtage findet am Samstag, 4. April, 11 Uhr statt
Fotos: Philipp Steurer / Johanna Wendlinger / Privat
Die Spannung steigt: Noch drei Tage, dann stehen in der Bregenzer Seestadt die Zeichen auf Literatur. Was diese zweite Auflage zu etwas ganz Besonderem macht, ist die Tatsache, dass der Schwerpunkt auf dem „Weiherviertel“ liegt. Und damit viele Erinnerungen verbunden sind.
„Meine Mama hat eine Zeit lang in der Nähe des Weiherviertels gewohnt“, erzählt Isabel Natter. Für ihren Text „A Foatige (Eine Auswärtige)“ erhielt die 32-Jährige 2025 eines der mit je 1.500 Euro dotierten Arbeitsstipendien des Landes Vorarlberg. Jetzt ist sie eingeladen zu den Bregenzer Literaturtagen, die am Samstag, 4. April, stattfinden und um 11 Uhr in der Vorarlberger Landes-Versicherung (VLV), Bahnhofstraße 35, eröffnet werden. Natters Textbeitrag für die eigens zu dem Event veröffentlichte Publikation mit dem Titel „Seestadt“ handelt von einem Kind, das im Weiherviertel wohnt und die sich verändernde Umgebung als Lebewesen wahrnimmt. Der Körper des Kindes und die Stadt spiegeln sich. Der Wandel ist unumgänglich, unaufhaltsam.
Neugierig geworden? Die Bregenzerwälderin, die aktuell an ihrem ersten Roman schreibt, liest im Coworking Studio Weiherviertel, Weiherstraße 6 um 16.30 Uhr. Mit ihr auf der Bühne sind auch Daniel Wisser und Antonia Löffler.
Es moderiert Katharina Leissing.
Auftakt zu Roman?
Auch Literaturpreisträger Tobias March ist mit dabei und liest um 15 Uhr gemeinsam mit den Autoren Benjamin Quaderer und Sarah Kuratle. Der 25-jährige Fußacher, der seinen Zivildienst im Pflegeheim Höchst/Fußach absolvierte, lässt diese Erfahrung in seinen Anthologiebeitrag mitfließen. „Es könnte daraus aber auch noch ein Roman entstehen“, verrät der talentierte Literat. Man darf also gespannt in die Zukunft des Studierenden schauen, der gerade an einem neuen Gedichtband arbeitet. Darin möchte er unter anderem seine preisgekrönte Lyrik in die Welt senden. „Für den neuen Band visiere ich November an“, erzählt March, der bereits im vergangenen Herbst/Winter mit Polymorpha, ebenfalls ein Gedichtband, den Anfang machte.
Büchertisch eingerichtet
Weitere Autoren, die zu den Bregenzer Literaturtagen unter dem Motto „Seestadt“ geladen wurden, sind Peter Wawerzinek, Julia Willmann und Ron Winkler. Begleitend zu den Lesungen richtet die Ländlebuch in ihrer Buchhandlung einen Büchertisch mit den aktuellen Werken der eingeladenen Schriftsteller ein. Damit wird das Festival auch über den Veranstaltungstag hinaus fortgeführt – als Einladung zur vertieften Lektüre. Die eigens erschienene Publikation mit dem Titel „Seestadt“ ist ebenfalls bei Ländlebuch oder direkt per Mail an office@bregenzerliteraturtage.com erhältlich.
Alle Veranstaltungen sind frei zugänglich und kostenlos. Denn wenn Literatur eines nicht braucht, sind es Schwellen. Sie entsteht im Gespräch, im Vorübergehen, im Zuhören - und so wird ihr auch begegnet werden. (mh)
Eröffnung
Samstag, 4. April, 11 Uhr
in der Vorarlberger Landes Versicherung (VLV), Bahnhofstraße 35
Führung durchs Weiherviertel
12.15 bis 13 Uhr mit Felix Holzer und Anton Nachbaur
Treffpunkt: Stadtbücherei Bregenz, Gerberstraße 4
Leseorte und Mitwirkende
– Between – Jugend- & Kulturzentrum, 13.30–17.30 Uhr
Lesen: Tobias Thomas March, Benjamin Quaderer, Sarah Kuratle Moderation: Hubert Dragaschnig
–
Co-Working Studio Weiherviertel, 13.30–17.30 Uhr
Lesen: Daniel Wisser, Antonia Löffler, Isabel Natter
Moderation: Katharina Leissing
– Galerie Sylvia Janschek, 13:30–17.30 Uhr
Lesen: Ron Winkler, Julia Willmann, Peter Wawerzinek
Moderation: Wolfgang Mörth
ab 19 Uhr
„Fest für die Literatur“
öffentliche Veranstaltung im
Between, Jugend- & Kulturzentrum, Bahnhofstraße 47
Infos:
bregenzerliteraturtage.com/








