Virtuelle Auszeit für Patienten
Neue Möglichkeiten in der Palliativversorgung am LKH Hohenems
Foto: VLKH
Eine VR-Brille sorgt bei Palliativpatienten am LKH Hohenems für Entspannung, Ablenkung und wertvolle neue Eindrücke.
Virtuelle Realität kann auch in der Palliativversorgung die Lebensqualität verbessern. Das zeigt eine Studie am LKH Hohenems. Zwei Pflegefachkräfte befragten dafür über sechs Monate 16 Palliativpatienten im Alter zwischen 50 und 80 Jahren vor und nach der Nutzung einer VR-Brille. Begleitet von einer Pflegeperson konnten die Patienten virtuell unter anderem Gebirgslandschaften, exotische Länder und Tierwelten erleben. Die Ergebnisse waren ausgesprochen positiv: 15 Teilnehmer berichteten von schönen Eindrücken, zehn fühlten sich entspannt. Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit oder Stress wurden nicht festgestellt. Für 14 Patienten war es die erste Erfahrung mit einer VR-Brille, dennoch zeigten 13 großes Interesse.
Besonders geschätzt wird die VR-Brille zur Entspannung und Ablenkung. Positive Erfahrungen gibt es auch bei Verbandswechseln, Blutabnahmen oder Schmerzen. 14 der 16 Teilnehmer würden die Brille wieder nutzen. „Gerade in der Palliativversorgung geht es nicht nur darum, Symptome zu behandeln, sondern Lebensqualität zu erhalten“, erklären die Projektverantwortlichen Katharina Widmann und Natalie Meusburger. Stationsleiterin Andrea Moosbrugger bezeichnet die VR-Brille als „große Bereicherung für das nicht-medikamentöse Therapiespektrum“. Selbstverständlich müsse der Einsatz der Brille durch eine Pflegeperson begleitet und die entsprechenden Zeitressourcen eingeplant werden. (pd)






