Wolfurter Rathaus wird integriert
Gemeindevertretung fällte wichtige Beschlüsse zur Zentrumsentwicklung
Foto: MG Wolfurt
Bei der Gemeindevertretung in Wolfurt wurde die Integration des Rathauses in das geplante Sozial- und Nahversorgungszentrum beschlossen sowie die Anpassung des Bebauungs- und Flächenwidmungsplanes zur Auflage empfohlen.
Das Wolfurter Kirchdorf steht seit Jahrzehnten im Mittelpunkt der Planungen zur Entwicklung eines neuen Ortszentrums. Um diesen Prozess weiter voranzubringen, wurde in der vergangenen Gemeindevertretung der angepasste Bebauungs- und Flächenwidmungsplan zur Auflage empfohlen. Aufgrund der gesetzlichen Notwendigkeit im Zusammenhang mit der Rückabwicklung der Grundstücksgrenze wurden die Pläne angepasst – dabei wurde darauf geachtet, dass alle Grundstücke in Zukunft positiv weiterentwickelt werden können. Hierfür wurde der Raumplanungsexperte Andreas Falch als unabhängiger Sachverständiger beigezogen.
Wichtiger Meilenstein
Die neu ausgewiesenen Vorbehaltsflächen im Flächenwidmungsplan untermauern das öffentliche Interesse an der Zentrumsentwicklung. Das zukünftige aus zwei Gebäuden bestehende Sozial- und Nahversorgungszentrum (SNZ) mit Zentrumstiefgarage im Kreuzungsbereich Bützestraße/L3 stellt einen wichtigen Meilenstein der jahrzehntelangen Planungen und Investitionen in die Dorfkerngestaltung von Wolfurt dar und wird sich als integraler Teil mit der Kellhofstraße verbinden. Die vergangenen Monate konnten für weitere Verbesserungen des Vorhabens genutzt werden.
Eine ausführliche Prüfung bestätigte die Vorteile der aktuellen Planungsvariante sowie zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten wie die Integration des neuen Rathauses in eines der beiden Gebäude. Das ursprünglich an einem gegenüberliegenden Grundstück geplante Rathaus wird so Teil der vielfältigen Nahversorgung für die Bürger der Gemeinde. Die Kommune behält sich die dadurch frei werdende Fläche sowie den Standort des aktuellen Rathauses im Strohdorf für zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Integration des neuen Rathauses in das SNZ bedeutet eine wesentliche Zeit- und Kostenoptimierung des Projekts.
Neues Seniorenheim
„Das SNZ wird auch das Zuhause für das neue Senioren- und Pflegeheim. Der bestehende Altbau aus den siebziger Jahren in der Gartenstraße bietet nicht mehr genügend Pflege- und Betreuungsplätze. Der neue Standort im Zentrum ermöglicht auch der älteren Generation die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, erläutert Bürgermeisterin Angelika Moosbrugger. Das neue Pflegeheim bietet unter anderem kurze Wege zur Nahversorgung und optimale Besuchsmöglichkeiten.
Die Optimierung des Projekts steigert auch die Flexibilität der Gemeinde bei der Unterbringung von mehreren kleineren Gewerbebetrieben und Nahversorgern wie beispielsweise Drogeriemarkt und Kiosk. Für die verfügbaren Flächen für Handel und Gewerbe entwickelte der erfahrene Projekt- und Quartierentwickler Markus Schadenbauer zahlreiche Ideen zur bedarfsgerechten Versorgung der Gemeindebürger. Das Potenzial ist groß – denn das SNZ ist optimal an der Hauptstraße gelegen, sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und ein zentraler Teil des sich entwickelnden Dorfzentrums.
Einstimmiger Beschluss
Die Gemeindevertretung beschloss daher einstimmig die Einbindung des Rathauses in die weitere Planung und mit großer Mehrheit die Empfehlung zur Auflage des überarbeiteten Bebauungs- und Flächenwidmungsplans im Kreuzungsbereich Bützestraße / L3. Ein starkes Zeichen für die weitere Entwicklung des Ortszentrums. Die betroffene Bevölkerung wird zeitgerecht über die Änderungen informiert. (pd)







