Mehr Kriminalität in Vorarlberg
Polizei legt Anzeigenstatistik 2025 vor
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Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde die kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik 2025 für Vorarlberg präsentiert. Es ist ein Anstieg der Kriminalität zu verzeichnen.
Die Bundespolizei und die Gemeindesicherheitswachen in Vorarlberg nahmen im Jahr 2025 etwas mehr als 25.900 Anzeigen entgegen, was einem Anstieg von 12,6 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Den höchsten Anstieg gab es bei der Internetkriminalität (+23,5 Prozent), gefolgt von der Eigentumskriminalität (+18,4 Prozent). Bei KFZ-Diebstählen wurden 2025 34 Fälle registriert, während es 2024 noch 29 Fälle waren (+17,2 Prozent).
Auch die Zahl der angezeigten Gewaltdelikte stieg 2025 um 14,4 Prozent. Insgesamt wurden 5.369 Fälle registriert. In 64,7 Prozent der begangenen Gewaltdelikte bestand ein Bekanntschaftsverhältnis.
Häufigste Tatwaffe
2025 war das Messer das am häufigsten verwendete Tatmittel. 117 Fälle wurden registriert, ein leichter Anstieg gegenüber 2024 (110 Fälle). Im vergangenen Jahr wurden von der Vorarlberger Polizei insgesamt sechs Mordfälle bei der zuständigen Staatsanwaltschaft angezeigt. Davon waren zwei vollendet, während es in vier Fällen beim Versuch blieb. Tatsächlich ereigneten sich drei dieser Taten bereits im Jahr 2024, wurden jedoch erst 2025 bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.
Die Zahl der angezeigten Vergewaltigungen stieg auf 62 Fälle an (2024: 56 Fälle). In nahezu allen Fällen bestand eine Täter-Opfer-Beziehung. Die Aufklärungs-quote in diesem Deliktsbereich liegt bei 90,3 Prozent. Der Anteil fremder Tatverdächtiger nahm leicht ab. Während 2024 noch 48,6 Prozent der Tatverdächtigen ausländischer Herkunft waren, lag dieser Wert 2025 bei 46,5 Prozent. Die meisten fremden tatverdächtigen Personen stammten 2025 aus Deutschland (1.725), gefolgt von der Türkei (1.012), Rumänien (853) und Syrien (825).
Hohe Aufklärungsquote
Bereits zum zehnten Mal in Folge konnten die Polizisten in Vorarlberg die Aufklärungsquote über 60 Prozent halten. Mit 63,6 Prozent wurde erneut die höchste Aufklärungsquote in Österreich erreicht. (pd)








