Ein Mann mit Brille und Bard lächelt.

Mario Beib

Wer anderen (k)eine
Brücke baut ...


Brücken haben was Verbindendes. Dank ihnen kann man Flüsse, Bäche oder Täler überqueren, meist trockenen Fußes. Das ist die eine Seite von Brücken. Die andere Sache ist das Verbinden von Menschen, Städten oder Ländern. Manchmal scheint das sinnvoll und manchmal könnte man doch glatt seine Zweifel haben, frei nach dem Motto „was Gott in seiner Weisheit trennte“ und so ...


Zurzeit wird in Feldkirch fleißig an der Vereinigungsbrücke gebaut. Alles für die Sicherheit der Stadt, nicht, dass eine „Jahrhundertflut“ sie versinken lässt. Über die Sinnhaftigkeit der „neuen“ Brücke hat man sich also Gedanken gemacht.


Das Werk schreitet voran. Handwerker und Handwerkerinnen leisten ihr Bestes. Sie sind es, die bei Wind und Wetter, Regen oder Schnee, Kälte oder Hitze daran bauen. Von Montag bis Freitag. Richtig schnell.


Sie trotzen den Widrigkeiten der Witterung mit vereinten Kräften. Und doch hört man leise Rufe, die sich über den „langsamen“ Fortschritt und die Sinnhaftigkeit der Brücke mokieren. „Geht das nicht schneller“, „versteht da überhaupt einer Deutsch“ neben dem üblichen „überflüssig“, „Geldverschwendung“ oder „Planungsfehler“ sind die Töne, die kaum vernehmlich schwelen. Vernehmlicher sind da schon „da ist ja immer Stau“ oder „Chaos pur“.


Gut, Kritik wird es immer geben, egal welche Maßnahmen die politischen Entscheider auf den Weg bringen. Oft ist sie wirklich angebracht. Im Fall der Brücke sollte sich aber jeder zweimal überlegen, zu nörgeln. Oder sind es nur die „Berufskritiker“, denen man sowieso nichts rechts machen kann? Oder die ewig Gestrigen?


Immer dran denken, wer anderen (k)eine Brücke baut ...

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